Philip Bartels


Regisseur, Theatermusiker, Komponist

Aktuell

Preisverleihungen:
23.11.2017 Junge Ohren Preis 2017, Frankfurt a.M. (Piccolo Concerto Grosso als einziger Schweizer Beitrag nominiert)
27.11.2017 ox&öl erhält den Anerkennungsbeitrag des Kantons Zürich, Preisübergabe im Kulturmarkt durch Jacqueline Fehr

Premieren:
01.09.2017 Lonely Hearts Radio, Casino-Saal, Zürich
25.11.2017 Julius Eastman - Piano Interpretations, unerhört!-Festival, Zürich
22.03.2018 Und was erlöst uns heute?, Gessnerallee, Zürich
ab 07.08.2018 Guerilla Konzerte
22.03.2018 fliegen lernen (UA), maison44, Basel

Wiederaufnahmen:
30/31.01.2018 „arracher son âme“ zum 100. Geburtstag von Edith Piaf in der Herzbaracke Zürich
26.5.2018 „arracher son âme“ zum 100. Geburtstag von Edith Piaf im La Marotte Affoltern

Biographie   DE  EN

Philip Bartels, geboren 1978 in Berlin (Ost) und aufgewachsen an der polnischen Grenze auf der Insel Usedom, lebt seit 2002 in der Schweiz, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Zürich sein Regiestudium bei Stephan Müller abschloss. Daneben studierte er Komposition für Bühne und Film bei André Bellmont. Nach dem Ende seines Studiums arbeitete er als Theater- und Musiktheater-Regisseur an den Stadttheatern Biel/Solothurn und St. Gallen, seine Inszenierungen als freier Regisseur waren in der Schweiz unter anderem im Zürcher Theater Rigiblick, dem Basler Gare du Nord, der Lokremise St.Gallen oder dem Südpol Luzern zu sehen. Viele seiner Arbeiten werden aber auch an ungewöhnlichen Orten gezeigt wie zum Beispiel das Open-Air-Musical „Mordnacht“ im Luzerner Stadthauspark, das Musiktheater „Dinge, die man hin und wieder systematisch tun sollte“ im Architekturforum Zürich oder die Kammeroperette „Docteur Miracle“ im Kino Alass Zofingen.

Einen Schwerpunkt bildet seit einigen Jahren die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Musikensembles wie dem Ensemble für Neue Musik Zürich, mit dem er 2011 die Uraufführung von Daniel Fueters Oper „Forelle Stanley“ inszenierte oder dem Ensemble TaG für Neue Musik Winterthur, mit dem er im Theater am Gleis die experimentellen Musiktheaterproduktionen „more or less normal“ und „Elefanten im All“ realisierte. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur komponiert und arrangiert Philip Bartels für verschiedenste Formationen und mit einer Vorliebe für aussergewöhnliche Besetzungen und Konstellationen – wie beispielsweise seine Komposition für verstärktes Clavichord, monophonen Synthesizer und Gitarren-Effektpedale oder sein Arrangement eines barocken Concerto Grosso für Piccolo, Tuba und Streicher. Beim Davos-Festival 2016 kam seine Bearbeitung der Weigl-Oper „Die Schweizer Familie“ zur Uraufführung, bei der er die Orchestermusik der Wiener Klassik für ein zehnköpfiges Kammermusikensemble mit zwei Schlagzeugerinnen und präpariertem Klavier umgedeutet hat. Der Film „Connie“ von Judith Kurmann mit seiner Filmmusik gewann auf dem Festival in Locarno 2009 den Prix Action Light und das Statistische Bundesamt vergab zwei Kompositionsaufträge für Vertonungen von historischen Dokumentarfilmen an ihn ().

2016 realisierte Philip Bartels als Regisseur und Arrangeur ein umfangreiches Musiktheater („Der schönste Tag“) mit Chor, Solisten und Schauspielern zwischen allen Stilen und Sparten in Zusammenarbeit mit dem Theater HORA mit Menschen mit und ohne kognitiver Beeinträchtigung.

Daneben steht Philip Bartels selber auf der Bühne, zuletzt mit dem Kukuruz Quartett in einer Produktion von Ruedi Häusermann am Schauspielhaus Zürich und leitet zusammen mit Simone Keller die freie Gruppe „ox&öl“, mit der er u.a. Musikwerkstätten für Kinder mit Migrationshintergrund realisiert, wie „Piccolo Concerto Grosso“, einem Intergenerationen-Projekt, das in den letzten Jahren unter anderem im KKL Luzern und der Zürcher Tonhalle aufgeführt wurde oder ein Sprechmusiktheater für Erwerbslose und verschiedene Kompositionskurse für Kinder.


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